
Arbeit am Computer bedeutet grundsätzlich,
ständig zu wählen zwischen
vorgeschlagenen Möglichkeiten. Der durch die Technologie erlaubte Zwang
ist auf das Minimale reduziert.
Entweder JA oder NEIN.
Stundenlang in dieser Umgebung werden wichtige Eigenschaften
u.a. Improvisationsfähigkeit nicht gebraucht,(dadurch nicht gefördert)
- wir werden langsam aber sicher "müde".
- Digital-müde.
- Die Symptome sind eher gegensätzlich: Hyperaktivität, Chronische
Ungeduld,
- Erklärungs- und Gestaltungsunfähigkeit.
Dieses ist alles wohl bekannt.
Ich bin ein Elektroingenieur
und experimentiere seit 15 Jahren mit akkustischen Effekten.
Die von mir gestaltete Musik, die ich als "mind music"
bezeichne,
lädt den digital-müden Zuhörer zu einer akkustischen Reise ein.
Er kann dem ständigen Wechsel der Töne und Rhytmen folgen,
das ununterbrochene Erscheinen und Vergehen der Klangbilder miterleben.
Das Ziel ist nicht das Ins-Leben-rufen der Komposition,
sondern ihr Erlebnis, welches einmalig und nicht wiederholbar ist.
Man könnte das als Improvisation
bezeichnen, weil das Werk entsteht hier- und jetzt,
aber die Reihenfolge der "sound-samples" darzustellen braucht Höchstkonzentration.
Das Aufgreifen der Unexaktheiten in den wissentlich hergestellten, möglichst
exakten
Klang- und Rhytmusformen und deren Darstellung als neue Exaktheit -
und dieses in ständiger Wiederholung - zeigt einen willenlosen musikalischen
Weg.
Von Moment zu Moment erleben wir das Eine
aus den unendlichen Möglichkeiten.
Das könnte - meiner Ansicht nach - befreiend und erfrischend wirken, besonders
auf
die JA-NEIN-Wahl beschränkten USER.
Die "mind music"
ist rein physiologisch, daher international und
unabhängig vom kulturellen Hintergrund
und löst Reaktionen aus dem eigenen Unterbewusstsein aus.
Ich spiele eine traditionelle
ungarische ZITHER - die Stimmung der Griffbrettsaiten wurde von mir verändert.
Die konstanten Quart-Tonabstände liefern ein obertonreiches
Sound-Scape.
AUSTRIA - HUNGARY - EUROPE